Der Teufel und die Korruption

Nikolai Gogols „Der Revisor“ voller Turbulenz im Kölner „Bauturm“-Theater aufgeführt. Von Günther Hennecke Köln – Im Dunkel der Kölner „Bauturm“-Bühne leuchtet hell ein Globus. Kommt da etwa die ganze Welt ins Bild? Wenig später wird die Stille des Raums grell durchbrochen, und aus dem Bühnenboden drängt eine in tiefes Rot getauchte, an einen Teufel erinnernde Figur … Weiterlesen Der Teufel und die Korruption

Als Ibiza seine Unschuld verlor

Stefan Bachmann inszeniert Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“ als Deutsche Erstaufführung in KölnVon Günther Hennecke Köln – Man erinnert sich des Skandals, der gerade einmal 16 Monate her ist. Elfriede Jelinek lässt dazu gleich „Schwarzwasser“ fließen. Schmutzwasser, das politische Ränkespiele meist zurücklassen. Namen fallen nicht, aber die Kombination einer spanischen Insel namens Ibiza mit einer angeblich russischen … Weiterlesen Als Ibiza seine Unschuld verlor

Stierschädel für die Freiheit

Oliver Frljic inszeniert Kleists „Hermannsschlacht“ in KölnVon Günther Hennecke Köln – Stierköpfe auf dem Schädel, Masken vorm Gesicht, Flügelhelme als Herrschaftssymbol. Das Halbdunkel des Raums macht das germanisch–heldenhafte Raunen geradezu körperlich spürbar. Langsam, fast quälend gedehnt sind zudem die Bewegungen der Akteure, während sich ihre Stimmen, begleitet durch rhythmisch betonte Passagen auf einem Piano, nicht … Weiterlesen Stierschädel für die Freiheit

Chaos-Spiele gegen Langeweile

Köln startet mit Jan Bosses Inszenierung „Warten auf Godot“ erfolgreich in die neue SpielzeitVon Günther Hennecke Köln – Kein Bäumchen zeugt von Leben. Alles ist von weißen Laken überzogen. „Komm, wir gehen“, resigniert Estragon auch gleich zu Beginn. „Wir können nicht“, entgegnete Wladimir. „Warum?“, bohrt Estragon nach. „Wir warten auf Godot“, glaubt der Freund zu … Weiterlesen Chaos-Spiele gegen Langeweile

Rastloses Leben fürs Theater

Hansgünther Heyme wird 85 Von Günther Hennecke Köln – Als er 1968 von Wiesbaden nach Köln wechselte, hatte er bereits, mit der Inszenierung von Peter Weiss’ „Marat/Sade“, erstmals den deutschsprachigen Theater-Olymp erklommen. Vier weitere Einladungen zum „Berliner Theatertreffen“ sollten folgen: Friedrich Hebbels „Maria Magdalena“ aus Köln 1973, mit Friedrich Schillers „Demetrius“ und Lessings „Nathan“ 1983 … Weiterlesen Rastloses Leben fürs Theater

Zwei Theaterkoryphäen suchen ihren „King Lear“

Heyme und Sladek mit Shakespeare vereintVon Günther Hennecke Köln – Beide haben das Theater mächtig aufgemischt. Hansgünther Heyme das Schauspiel, Milan Sladek die Pantomime. Heyme machte bereits in den 60-er Jahren mit skandalträchtigen Schiller-Inszenierungen in Wiesbaden auf sich aufmerksam, prägte In den 70-er Jahren das Kölner Schauspiel und machte es zu einer der führenden Bühnen … Weiterlesen Zwei Theaterkoryphäen suchen ihren „King Lear“

Theaterreise ins Unbekannte

Erinnerungen an eine historische Tournee des „Theaters an der Ruhr“ 2001 durch vier Staaten Zentralasiens Von Günther Hennecke Zentralasien/Mülheim/Köln – Eins war früh klar: Turkmenistan wird für uns Journalisten verschlossen bleiben. Wo käme man auch hin in einem diktatorisch geführten Staat, der für seinen  Präsidenten bereits ein mit echtem Gold überzogenes Standbild inmitten der Hauptstadt … Weiterlesen Theaterreise ins Unbekannte

Mit Schrotflinte und blondem Haar

Eine Verhaftung à la italiana – als vermeintlicher Tiroler Freiheitskämpfer im Jahre 1967 Von Günther Hennecke Mailand/Köln/Po-Ebene – Ich war 31, Examen und Promotion lagen seit drei Jahren hinter mir. Was mich noch drückte, war ein großer Teil meiner während des Studiums aufgelaufenen Darlehens-Schulden in Höhe von 10.000 DM. Sie schneller als gedacht los zu … Weiterlesen Mit Schrotflinte und blondem Haar

Auf ungewohnten Pfaden

Roberto Ciullis Ruhrtheater-Truppe steuert gegen das Streaming Von Günther Hennecke Mülheim/Ruhr – „Digital“ will man sein in Mülheim, „aber nicht auf Linie“. Was doppeldeutig klingt, dürfte auch so gemeint sein. Schließlich meldet sich damit Roberto Ciullis „Theater an der Ruhr“ in der Wirklichkeit dieser Tage zurück. Dazu gehört ein eigener „Online–Spielplan“, mit dem sich das … Weiterlesen Auf ungewohnten Pfaden

Aus dem Corona-Dunkel ans Licht

Acht „stücke“- Autoren stellen im Netz ihre nach Mülheim eingeladenen Arbeiten vor Von Günther Hennecke Einmal im Jahr, seit nun 1976, steht Mülheim an der Ruhr im Fokus der interessierten Theaterwelt. Im „stücke“-Wettbewerb entscheidet sich, welches deutschsprachige Stück als das beste eines lebenden Autors beurteilt wird und in der laufenden Spielzeit uraufgeführt wurde. Corona warf … Weiterlesen Aus dem Corona-Dunkel ans Licht