Rohes Regietheater

„Schloss Rosmersholm“ nach Henrik Ibsen in Bremen BREMEN. „Rosmersholm“, uraufgeführt 1887 in Bergen, ist eines der selten gespielten Stücke Ibsens. Im Mittelpunkt des Vierakters steht Johannes Rosmer (einfühlsam: Manolo Bertling). Seine Frau Beate hat sich das Leben genommen. Vermutlich ist sie Opfer einer Intrige geworden. Beate konnte keine Kinder bekommen und eine Rivalin (facettenreich: Annemarie … WeiterlesenRohes Regietheater

Sie „treiben mit Entsetzen Scherz…“

„Trutz“ nach Christoph Hein im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg HAMBURG. Romane für die Bühne zu bearbeiten ist zur Zeit groß in Mode. In 95 % der Fälle geht es schief –  aber Dušan David Pařízek ist ein bewährter Regisseur. Vielleicht würde es ihm gelingen (hoffte ich). Er hatte sich „Trutz“ von Christoph Hein vorgenommen und … WeiterlesenSie „treiben mit Entsetzen Scherz…“

First Class

„Die Wahl“ von David Hare zum ersten Mal auf Deutsch BREMEN. David Hare, 1947 in England geboren, ist nicht nur „Britain’s leading contemporary playwright“, wie die Times festhielt, sondern auch einer der hervorragenden Gegenwartsdramatiker Europas. Seine Trilogie „Racing Demon“, „Murmuring Judges“ und „The Absence of War“ wurde 1993 am National Theatre in London, der führenden … WeiterlesenFirst Class

Tragisches Ende einer langen Reise

Luk Perceval inszeniert Eugene O‘Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ in Köln Von Günther Hennecke Köln – „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ ist wörtlich zu nehmen. Eugene O’Neills gleichnamiges Stück beginnt in den Morgenstunden eines August-Tages im Jahr 1912. Es endet in der Nacht desselben Tages. Es muss eine Qual gewesen … WeiterlesenTragisches Ende einer langen Reise

In 80 Minuten ist alles vorbei

Im Kölner „Bauturm“ und Bochums „Prinz Regent“ geht’s um nichts weniger als die Geschichte der Menschheit Von Günther Hennecke Köln – Kann das gutgehen? Eine „Geschichte der Menschheit“ zu schreiben, die sich zudem ausdrücklich „kurz“ nennt? Auf der Bühne? Auf der des Kölner privaten, also definitiv kleinen Bauturm-Theaters? Sie wagen sich tatsächlich ans scheinbar Unmögliche. … WeiterlesenIn 80 Minuten ist alles vorbei

Tragödie auf hoher See

Deutsche Erstaufführung von Kehlmanns „Reise der Verlorenen“ in KölnVon Günther Hennecke Köln – Es gilt als Stück der Stunde: Daniel Kehlmanns „Die Reise der Verlorenen“. Es ist eine reale Geschichte von Menschen, die wirklich gelebt haben. Von der Flucht von über 930 fast ausschließlich Juden an Bord der deutschen „St. Louis“ im Jahre 1939. Havanna … WeiterlesenTragödie auf hoher See

Von der Leichtigkeit des Seins

Milan Sladek fasziniert in Köln mit seiner neuesten Pantomime „The Magic Four“ Von Günther Hennecke Köln – Man durfte gespannt sein. 80 ist er mittlerweile, gleichwohl immer noch einer der ganz Großen der Pantomime. Vielleicht sogar der letzte mit Weltruhm: Milan Sladek, den der ideologische Winter nach dem unter Panzern erstickten „Prager Frühling“ einst ins … WeiterlesenVon der Leichtigkeit des Seins

Das geheimnisvolle Puppen-Leben des Vernon Subutex

Moritz Sostmann bringt Virginie Despentes’ Roman-Trilogie ins Kölner Schauspiel Von Günther Hennecke Köln – Wie bringt man einen Roman überzeugend auf die Bühne? Wie erst eine Trilogie von 1200 Seiten? Den Kölner Hausregisseur Moritz Sostmann hat es gereizt, eine (mittlerweile dritte) dramatische Version des Romans der französischen Autorin Virginie Despentes auf die Breitwand-Spielfläche des Kölner … WeiterlesenDas geheimnisvolle Puppen-Leben des Vernon Subutex

In Memoriam Whitney Houston

Neuinszenierung „Bodyguard“ startet in Köln Tournee durch Deutschland, die Schweiz und  Österreich Von Günther Hennecke Köln – Ein scharfer Knall eröffnet die Show. Flammen schießen in den Bühnenhimmel – immer wieder. Heiße Vorboten für den Sexy-Weltstar Rachel Marron, der wenig später wie auf einem silbernen Tablett dem Publikum präsentiert wird. Männer und Frauen, akrobatisch agierende … WeiterlesenIn Memoriam Whitney Houston

Jede Szene ein Tableau

Robert Wilson begeistert in Düsseldorf mit Kiplings „Dschungelbuch“ das Publikum Von Günther Hennecke Düsseldorf – Die Kindheit hat ihn wieder. Den seit 40 Jahren als „Lichtgestalter“ und „Bilderfinder“ umjubelten US-Bühnenstar Robert Wilson. In den Urwald hat er sich verirrt. Baudelaires Worten folgend, „Genie ist die willentlich zurückeroberte Kindheit“.  Von Paris nach DüsseldorfAlso stürzte sich der … WeiterlesenJede Szene ein Tableau