Als die Hoffnung im Meer versank

Menschlich packendes Musical „Titanic“ in der Kölner Philharmonie Von Günther Hennecke Köln – Ein spartanischer Tisch, davor ein Mann mit Schiffsplänen. Genügsamer könnte kein Musical beginnen. Und wenn die „Titanic“ erst einmal auf dem Meer ist, erzählt auch nur eine Reling von einem Schiff auf hoher See (Bühne: David Woodhead). Doch sobald die Hautevolee der … WeiterlesenAls die Hoffnung im Meer versank

Ein Fest athletischer Körper

Mit „Star Dust– From Bach to Bowie“ aus New York startete das 32. „Kölner Sommerfestival“ Von Günther Hennecke Köln – Es ist zweifellos ein Feuerwerk tänzerischer Explosionen. Kein Körperteil, der nicht den ganzen Körper beben ließe und in Ekstase versetzte. Gleichwohl bleibt ein Zweifel an den Choreografien, mit denen das „Complexions Contemporary Ballet“ aus New … WeiterlesenEin Fest athletischer Körper

Lehrstück künstlerischer Intoleranz

Lehrstück künstlerischer Intoleranz „Rot“-Inszenierung überzeugt am Kölner Schauspiel Von Günther Hennecke Köln – Es gab ihn wirklich, diesen Mark Rothko. 1903 im russisch dominierten  Lettland geboren, kam der Sohn jüdischer Eltern zehn Jahre später in die USA, wo er sich zu einem der bedeutendsten Vertreter des „Abstrakten Expressionismus“ entwickelte. Bekannt machten ihn vor allem seine … WeiterlesenLehrstück künstlerischer Intoleranz

Hochgefühle im rheinischen „Globe“

Jubel und Vielfalt beim 29. „Shakespeare-Festival“ in Neuss Von Günther Hennecke Neuss – Seit 1991 steht er auf der Neusser Galopprennbahn: der zwölfeckige, verkleinerte Nachbau des berühmten Londoner “Globe“-Theaters. Was lag da näher, dem „Globe“-Star von einst, William Shakespeare, ein Festival zu widmen. Übrigens das einzige auf deutschem Boden, das Truppen aus aller Welt an … WeiterlesenHochgefühle im rheinischen „Globe“

Im Schmelztiegel

  Ausnahmsweise mal was Ernsthaftes am Broadway in New York   NEW YORK. Das Lyceum ist eine Broadway-Bühne in der 45. Straße, ganz in der Nähe vom Times-Square, also im Herzen von New Yorks Theaterviertel. Das alte verstaubte und vergilbte Theater spielt Ayad Akhtar. Sein neues Stück nennt der Dramatiker „Disgraced“, „Entehrt“. Entehrt wird der … WeiterlesenIm Schmelztiegel

Leben und Tod

  Ruhrtriiiennale: „nicht schlafen“ von Alain Platel uraufgeführt BOCHUM.   Alain Platel ist bei der Ruhrtriennale, seitdem sie gegründet wurde. Sein „Wolf“ Anfang des Jahrtausends war ein mitreißendes, sozialkritisches Tanztheaterstück, in dem Schäferhunde („Wolf“) auftraten und die Musik Mozarts („Wolf“gang) eine Hauptrolle spielte. In diesem Jahr ist Platel wieder bei dem großen Festival im Ruhrgebiet, diesmal … WeiterlesenLeben und Tod

Des Chaos wunderlicher Sohn

Des Chaos wunderlicher Sohn Frank Castorf inszeniert Goethes „Faust“ BERLIN. „Faust“ gilt als schwer zu inszenieren: Diesseits & Jenseits, Gott & Teufel, Männer & Hexen – zwei lange Teile; Peter Stein hat die Tragödie (2000) ungekürzt gespielt – er brauchte zwei Tage. Regisseure wenden sich diesem Brocken Welttheater meist erst am Ende ihrer Laufbahn zu … WeiterlesenDes Chaos wunderlicher Sohn

Aus Erniedrigung erwächst Stolz

Das fünfte „africologne-festival“ am Rhein faszinierte durch Ästhetik, Vielfalt und Kraft Von Günther Hennecke Köln – Es ist ein Festival, das seit seiner Gründung die Grenzen der Verständigung zwischen den Kulturen einreißen will. Das 5. „africologne-festival“, künstlerisch verantwortet vom Kölner Theatermann Gerhardt Haag, ist auf dem besten Weg. Über 3500 Theater– und Film-Interessierte, musikalisch dem … WeiterlesenAus Erniedrigung erwächst Stolz

Geister-Welt in kultureller Dämmerung

Tanz-Uraufführung beim „africologne“-Festival: Qudus Onikekus „Spirit Child“ aus Nigeria Von Günther Hennecke Köln – Dunkelheit. Minutenlang. Es ist die Einstimmung auf eine Tanz-Choreografie, die fremd wirkt, fern scheint vom modernen Tanz europäischer Prägung. „Spirit Child“, also „Geist-Kind“, nennt sich der Abend, an dem der nigerianische Choreograf und Tänzer Qudus Onikeku, begleitet von drei Solo– Musikern, … WeiterlesenGeister-Welt in kultureller Dämmerung

Vermooster Bus im Wald von Athen

„Je suis invisible!“ als „Sommernachtstraum“ aus Nimes beim „Shakespeare-Festival“ in Neuss Von Günther Hennecke Neuss – Von wegen unsichtbar. Unsichtbar ist keiner aus dem Quintett der „Monstres De Luxe“, die der beim Neusser „Shakespeare- Festival“ nicht unbekannte Brite Dan Jemmet in Sir Williams berühmtesten Wunder-Wald geschickt hat. „Je suis invisible!“ heißt gleichwohl seine französische Version … WeiterlesenVermooster Bus im Wald von Athen