Zwei Frauen in monströsem Duett

Kieran Joel überzeugt mit einer „Frankenstein“-Inszenierung im Kölner „Bauturm-Theater“ Von Günther Hennecke Köln- Nichts ist so überraschend wie das nicht Erwartete. Glaubt man doch, „seinen Frankenstein“ zu kennen. Dieses Monster, Geschöpf eines Doktors der Anatomie, der an der Universität zu Regensburg Geschmack für Außergewöhnliches entwickelt: Faustisch will er sein, ein dem Menschen ähnliches Wesen erschaffen. … Weiterlesen

Die Einsamkeit des Tänzers im Nirgendwo

„New Ocean“ von Richards Siegals „Ballet of Difference“ als Tanztheater-Uraufführung in Köln Von Günther Hennecke Köln – Der Tanz habe „wieder eine Heimat in Köln“, zeigte sich erfreut Schauspielchef Stefan Bachmann. Das „Ballet of Difference“ des US-amerikanischen Choreografen Richard Siegal, eigentlich, wenn auch nur locker, in München beheimatet, ist seit dieser Spielzeit mit dem Schauspiel … Weiterlesen

Von Weltekel und Hoffnung

Uraufführung von Helene Hegemanns Roman- Dramatisierung „Bungalow“ in DüsseldorfVon Günther Hennecke Düsseldorf – Wut bestimmt Charlies Leben. Ihr Zuhause ist ein seelenloser Plattenbau. Kein Wunder, dass Mama an der Flasche hängt und Charlie wahrlich keinen Halt bietet. Und den „Bungalow“, Titel des dritten Buches der erst 27-jährigen Helene Hegemann, sieht sie vor sich wie eine … Weiterlesen

Von religiösem Zwang und Selbstbestimmung

Schauspiel-Chef Stefan Bachmann inszeniert Wajdi Mouawads „Vögel“ erfolgreich in Köln Von Günther Hennecke Köln – Man denkt an „Romeo und Julia“, nicht selten auch an den weisen „Nathan“. Denn es geht um Leben, Liebe und Tod. Um die Liebe zwischen einem Berliner Juden, dem Jungen Eitan, und einer Palästinenserin, der ebenso jungen Wahida. Und es … Weiterlesen

Roberto Ciulli wird für sein Lebenswerk mit dem „DeutschenTheaterpreis Faust 2019“ ausgezeichnet

Die große Welt des Kleinen PrinzenVon Günther Hennecke Mülheim – Es war und ist typisch für einen Mann, der weltweit agiert: Seinen 85. Geburtstag feierte Roberto Ciulli Anfang April nicht etwa am heimischen Herd, sondern in Belgrad. Beim dortigen Theaterfestival Bitef sprach er über sein „ABC des Theaters“. Über ein Theater also, das seine Faszination … Weiterlesen

Wo Garnelen sich um Weinglas-Stiele winden

Die vielen Gesichter Ostkanadas – Impressionen einer Reise in den NordenVon Günther Hennecke Provinz Quebec, Kanada – Es wird immer einsamer auf dem Weg nach Norden. Weit schwingt sich die Autobahn an zahllosen Seen vorbei und durchzieht riesige Wälder, die unberührt scheinen. Kleine, einsam gelegene Holzhäuser erzählen von menschlichem Leben inmitten der weiten Natur. Dann … Weiterlesen

Als die Hoffnung im Meer versank

Menschlich packendes Musical „Titanic“ in der Kölner Philharmonie Von Günther Hennecke Köln – Ein spartanischer Tisch, davor ein Mann mit Schiffsplänen. Genügsamer könnte kein Musical beginnen. Und wenn die „Titanic“ erst einmal auf dem Meer ist, erzählt auch nur eine Reling von einem Schiff auf hoher See (Bühne: David Woodhead). Doch sobald die Hautevolee der … Weiterlesen

Ein Fest athletischer Körper

Mit „Star Dust– From Bach to Bowie“ aus New York startete das 32. „Kölner Sommerfestival“ Von Günther Hennecke Köln – Es ist zweifellos ein Feuerwerk tänzerischer Explosionen. Kein Körperteil, der nicht den ganzen Körper beben ließe und in Ekstase versetzte. Gleichwohl bleibt ein Zweifel an den Choreografien, mit denen das „Complexions Contemporary Ballet“ aus New … Weiterlesen

Lehrstück künstlerischer Intoleranz

Lehrstück künstlerischer Intoleranz „Rot“-Inszenierung überzeugt am Kölner Schauspiel Von Günther Hennecke Köln – Es gab ihn wirklich, diesen Mark Rothko. 1903 im russisch dominierten  Lettland geboren, kam der Sohn jüdischer Eltern zehn Jahre später in die USA, wo er sich zu einem der bedeutendsten Vertreter des „Abstrakten Expressionismus“ entwickelte. Bekannt machten ihn vor allem seine … Weiterlesen

Hochgefühle im rheinischen „Globe“

Jubel und Vielfalt beim 29. „Shakespeare-Festival“ in Neuss Von Günther Hennecke Neuss – Seit 1991 steht er auf der Neusser Galopprennbahn: der zwölfeckige, verkleinerte Nachbau des berühmten Londoner “Globe“-Theaters. Was lag da näher, dem „Globe“-Star von einst, William Shakespeare, ein Festival zu widmen. Übrigens das einzige auf deutschem Boden, das Truppen aus aller Welt an … Weiterlesen