{"id":363,"date":"2015-09-24T22:35:12","date_gmt":"2015-09-24T20:35:12","guid":{"rendered":"http:\/\/theaterfischer.de\/?p=363"},"modified":"2019-06-02T21:06:43","modified_gmt":"2019-06-02T19:06:43","slug":"ein-gluecklicher-triennale-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theaterfischer.de\/?p=363","title":{"rendered":"Ein gl\u00fccklicher Triennale-Chef"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Johan Simons freut sich \u00fcber Rekordbesuch bei der Ruhrtriennale<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von G\u00fcnther Hennecke<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bochum\/K\u00f6ln &#8211; \u201eSehr gl\u00fccklich\u201c zeigte sich Johan Simons drei Tage vor Ende der ersten von ihm als Chef verantworteten Saison der Ruhrtriennale. Gl\u00fccklich kann er auch sein, lie\u00dfen sich von seinem Leitmotiv \u201eSeid umschlungen\u201c doch so viele Kunst- und Theaterfans zu den 51 Produktionen und insgesamt 150 Veranstaltungen in aufgelassene Zechen und Industrieanlagen locken wie nie zuvor in seiner Geschichte. 44.000 Karten wurden verkauft, \u00fcber 90 Prozent betrug die Auslastung. An 19 Spielst\u00e4tten zwischen Dinslaken und Bochum, Gladbeck und Essen, Duisburg, Essen und M\u00fclheim sangen 900 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler aus 20 L\u00e4ndern in 18 Urauff\u00fchrungen, Neuproduktionen und Deutschland-Premieren das hohe Lied auf die Kraft der Musik und des Theaters, des Tanzes und der Darstellenden Kunst. Au\u00dfergew\u00f6hnliche Hallen einstiger Industrie-Hochkultur trugen wie immer zur Faszination der diesj\u00e4hrigen Festspiele bei. Nicht zu vergessen die Publikumsmagneten \u201eThe Good, the Bad and the Ugly\u201c, ein \u201eKunstdorf\u201c in Bochum, das 20.000 neugierige G\u00e4ste anlockte und sich zu einem Festival-Zentrum mauserte, zudem die Installation \u201eNomanslanding\u201c in Duisburg, der 10.000 G\u00e4ste die Ehre erwiesen.<\/p>\n<p>Das sozialkritische Musiktheaterst\u00fcck \u201eAccatone\u201c, vom niederl\u00e4ndischen Triennale-Intendanten (nach Pier Paolo Pasolini) als Auftakt-Inszenierung selbst in Szene gesetzt, zog allein 6.500 G\u00e4ste in die Kohlenmischanlage der ehemaligen Zeche Lohberg in Dinslaken, die Simons erstmals in den Kreis der Spielst\u00e4tten einbezog. Der Holl\u00e4nder erntete freilich nicht nur Lob. Zu den H\u00f6hepunkten der Tage an der Ruhr geh\u00f6rte hingegen zweifellos die Tanz-Urauff\u00fchrung von \u201eModel\u201c, die der US-Choreograph Richard Siegal triumphal auf die Bretter des Salzlagers der Zeche Zollverein in Essen brachte. Die umjubelte Pr\u00e4sentation passte, im doppelten Sinn, in diese Anlage, die schon seit langem zu den Weltkulturerben geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Doch nicht alles war eitel Sonnenschein. So ging, bei Kritik wie Publikum, der Versuch Krzystof Warlikowskis, den Roman \u201eAuf der Suche nach der verlorenen Zeit\u201c von Marcel Proust, in f\u00fcnf unendlich lange Stunden B\u00fchnenpr\u00e4senz zu zwingen, ebenso in die Hose wie<\/p>\n<p>Monteverdis Oper \u201eOrfeo\u201c, die Susanne Kennedys Regie bei den Zombies ansiedelte. Dass einige Triennale-Produktionen nun den Siegeszug durch zahlreiche L\u00e4nder antreten, spricht freilich eindeutig f\u00fcr die wachsende kulturelle Strahlkraft dieser Veranstaltung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruhrtriennale.de\">www.ruhrtriennale.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Johan Simons freut sich \u00fcber Rekordbesuch bei der Ruhrtriennale &nbsp; Von G\u00fcnther Hennecke &nbsp; Bochum\/K\u00f6ln &#8211; \u201eSehr gl\u00fccklich\u201c zeigte sich Johan Simons drei Tage vor Ende der ersten von ihm als Chef verantworteten Saison der Ruhrtriennale. Gl\u00fccklich kann er auch sein, lie\u00dfen sich von seinem Leitmotiv \u201eSeid umschlungen\u201c doch so viele Kunst- und Theaterfans &#8230; <a title=\"Ein gl\u00fccklicher Triennale-Chef\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/theaterfischer.de\/?p=363\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Ein gl\u00fccklicher Triennale-Chef\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-theater"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=363"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":364,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/363\/revisions\/364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/theaterfischer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}