„Theater der Welt“ …

… prominenter Gast in Düsseldorf Von Günther Hennecke Düsseldorf – Ivan Nagel (1931-2012), begnadeter Theatermann, Chefdramaturg und, von 1972-1979, sieben Jahre lang Intendant des Deutschen Schauspielhaus Hamburg, hatte die Idee: Alle drei Jahre sollte in einer deutschen Stadt ein internationales Theater-Festival stattfinden, das „wegweisende Leistungen und Entwicklungen des Theaters aus aller Welt präsentiert“.Die Idee zündete … Weiterlesen

Dramatikerpreis 21

Frauen, Mütter, Großmütter – Genreationinnenfolge MÜLHEIM an der Ruhr. Das Theater verdankt seinen überragenden Ruf nicht zuletzt seiner Kühnheit. Es spricht Gedanken aus, die Zeitgenossen verwerfen. Nachdem   „Die Weber“ vom jungen Gerhart Hauptmann uraufgeführt worden waren, kündigte der Kaiser seine Loge im Deutschen Theater. Als Frank Wedekind „Frühlings Erwachen“ schrieb, wagten die fortschrittlichsten Theaterleute nicht, … Weiterlesen

Sir William vor dem verschlossenen „Globe“

Neusser „Shakespeare Garden“ findet im Freien statt Von Günther Hennecke Neuss – An die „frische Luft“ befördert hat Corona das diesjährige Shakespeare-Festival auf der Galopprennbahn im rheinisch-römischen Neuss. Dann statt im „Globe“ – Nachbau, der das Gelände ziert und ein zweites Mal nach 2020 in einen Dornröschen-Schlaf versunken ist, präsentieren neun Ensembles aus Österreich und … Weiterlesen

Frauen, ihre Mütter und Großmütter – Generationinnenfolge

Ewe Benbenek ist mit  „Tragödienbastard“  zum Dramatiker*innenwettbewerb 2021 nach Mülheim eingeladen Das Theater verdankt seinen überragenden Ruf nicht zuletzt seiner Kühnheit. Es spricht Gedanken aus, die Zeitgenossen verwerfen. Als   „Die Weber“ vom jungen Gerhart Hauptmann uraufgeführt wurden, kündigte der Kaiser seine Loge im Deutschen Theater. Als Frank Wedekind“ Frühlings Erwachen“ schrieb, wagten die fortschrittlichsten Theaterleute … Weiterlesen

Ein Film schreibt Corona-Story

Kölns „Bauturm“ verankert Artauds Theater-Pamphlet in der Neuzeit Von Günther Hennecke Köln – Man traut sich was im Kölner „Bauturm“-Theater. Dass dieser Mut derzeit auf eine historische Goldmine trifft, sprich: exakt in der Corona –Moderne verankert ist, macht das Projekt zu einem Volltreffer. Jedenfalls im Zusammentreffen von Fiktion und Realität. Nach der Bühnenadaption der Film … Weiterlesen

Durchschnitt

Ulrich Khuon repräsentiert das deutsche Gegenwartstheater wie kein anderer Am 31. Januar wird Ulrich Khuon siebzig. Er ist Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, das dem Burgtheater in Wien ähnelt. Wenn es eine bundesdeutsche Staatsbühne gäbe, wäre die das Deutsche Theater. Khuon war auch bis Ende November 2020 Präsident des Deutschen Bühnenvereins, der Vereinigung der … Weiterlesen

Pantomime trifft auf Sprachgewalt

von Christian Hennecke Die St. Michael Kirche am Brüsseler Platz ist – für Corona-Verhältnisse – gut gefüllt. Natürlich alles auf Abstand und mit viel Platz insbesondere nach oben unterm hohen Kirchengewölbe. Schon oft ist Milan Sladek hier aufgetreten. Nun spielt der gut 80’jährige, in Köln bestens bekannte Pantomime den King Lear, den alternden Monarchen aus … Weiterlesen

Der Teufel und die Korruption

Nikolai Gogols „Der Revisor“ voller Turbulenz im Kölner „Bauturm“-Theater aufgeführt. Von Günther Hennecke Köln – Im Dunkel der Kölner „Bauturm“-Bühne leuchtet hell ein Globus. Kommt da etwa die ganze Welt ins Bild? Wenig später wird die Stille des Raums grell durchbrochen, und aus dem Bühnenboden drängt eine in tiefes Rot getauchte, an einen Teufel erinnernde Figur … Weiterlesen

Als Ibiza seine Unschuld verlor

Stefan Bachmann inszeniert Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“ als Deutsche Erstaufführung in KölnVon Günther Hennecke Köln – Man erinnert sich des Skandals, der gerade einmal 16 Monate her ist. Elfriede Jelinek lässt dazu gleich „Schwarzwasser“ fließen. Schmutzwasser, das politische Ränkespiele meist zurücklassen. Namen fallen nicht, aber die Kombination einer spanischen Insel namens Ibiza mit einer angeblich russischen … Weiterlesen

Weniger wäre mehr

Rainald Goetz‘ „Reich des Todes“ im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt HAMBURG. Rainald Goetz erregte (1983) Aufsehen, als er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb die Stirn aufschlitzte. Einige urteilten, er sei ein Spinner, andere dachten an einen PR-Gag, wieder andere meinten, Goetz habe auf die Dringlichkeit seines Textes und seines Anliegens hinweisen wollen. Letzteres hat einiges für … Weiterlesen