Sehr geehrter Herr Merz,

an Sylvester  hatten wir eine Idee, die verrückt klingt, unmöglich ist, die wir Ihnen aber dennoch unbedingt  als ganz konkreten Vorschlag unterbreiten möchten. Mutti for presidentin! Die CDU stellt Angela Merkel als Kandidatin auf für das Amt der Bundespräsidentin auf. Das kann die CDU nicht machen – Frau Merkel will nicht mehr. Aber das ist … Weiterlesen

Margaret Craven – „Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen“

Aus dem wahren Norden Margaret Cravens Roman mit dem langen, sonderbaren Titel „Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen“ spielt im hohen Norden Kanadas. Dorthin schickt ein Bischof einen jungen, eben geweihten Priester, den Protagonisten. Mark ist todkrank, weiß es aber nicht. Er nimmt sein Kreuz freudig auf sich, lernt die Indianer der fernen, … Weiterlesen

Geld und Geist

Dramatikerin ./. Jurist „Gauweiler greift Chefermittlerin an“ meldete die Süddeutsche am Dienstag letzter Woche. Die Chefermittlerin, Anne Brorhilker, ist Oberstaatsanwältin in Köln. Sie habe Banken in Nöte   und Beschuldigte ins Gefängnis gebracht, schreibt die SZ. Brorhilker bekommt Gegenwind. Einer ihrer Gegner ist Peter Gauweiler, ein alter Haudegen der CSU und Jurist. Er und einige Kollegen, … Weiterlesen

Der Schweiß der Edlen

Kleistnovelle als Vorlage für ein Musical HAMBURG. „Coolhaze“ ist eine Verballhornung von „Kohlhaas“; das Studio Braun, ein in Hamburg weltbekanntes Theaterkollektiv,  hat zusammen mit dem Deutschen Schauspielhaus ein Musical produziert, das auf  Henrich von Kleists Novelle (1810) beruht. Die Uraufführung, wegen Corona verschoben, kam am letzten Samstag heraus. Bei Kleist geht es um Unrecht im … Weiterlesen

Geheimnis offenbart

Frank Castorf hat was gegen Geheimdienste HAMBURG.  Joseph Conrad (1857 – 1924) glänzt als heller Stern am Himmel der Literatur, sein Roman „Das Herz der Finsternis“ gilt nicht nur als Welterfolg, der Titel selbst – „Das Herz der Finsternis“ – ist sogar ein geflügeltes Wort geworden. Conrads Roman „Der Geheimagent“ (1907) hingegen ist bei uns … Weiterlesen

Rüffel

Zu René Polleschs „J’accuse“ im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg HOHENFIER. Mein Bruder ist mein großer Bruder. Er ist der Stolz der Familie, war Starfighter-Pilot und lange Jahre Kapitän der Lufthansa. Sein Feld ist die Welt. Er ist hochintelligent, er hat mir den Dreisatz erklärt. Und ich warbin keine Leuchte. Kürzlich hatte ich eine zweite Karte … Weiterlesen

Skepsis und Kritik

Maxim Billers neuer Roman: „Der falsche Gruß“ Maxim Billers neuer Roman „Der falsche Gruß“ ist so verflixt komplex und kompliziert, dass man ihn kaum nacherzählen kann. Im Mittelpunkt steht ein Icherzähler, dem es nach Anlaufschwierigkeiten und einem Himalaya von Selbstzweifeln gelingt, einen Roman zu schreiben, mit dem er Erfolg hat. Im Mittelpunkt dieses fiktiven Romans … Weiterlesen

Federleicht und bedenkenschwer

René Polleschs „J’accuse“ im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg uraufgeführt HAMBURG.  Eben hat René Pollesch die Intendanz der Berliner Volksbühne übernommen, eben   wurde dort die Uraufführung eines neuen Stücks von ihm gezeigt, das er – wie immer – selbst auch inszeniert hat, da haut er schon wieder eine neue Uraufführung raus:  am Samstag (25. 9.) „J’accuse!“ … Weiterlesen

Mal was ganz Grundsätzliches

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg – Licht & Schatten HAMBURG.   Respekt ist mein Grundgefühl gegenüber dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg – eine der großen und tonangebenden Bühnen unserer Republik. Mein Respekt gilt gleichermaßen der Technik, die täglich Wunder vollbringt, wie den künstlerischen Sparten, an der Spitze der Intendantin und Ersten Regisseurin, Karin Beier – und … Weiterlesen

„Die gefährlichste Form der Rohheit“

Moritz Rinke rüttelt sanft auf Moritz Rinke hat nicht nur seinem neuen Roman den Titel „Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García“ gegeben, sondern auch dem wichtigsten Kapitel. Pedro hat sich ermannt, er folgt dem Rat seines Freundes und fliegt mit ihm von seiner Heimatinsel Lanzarote nach Barcelona. Dorthin ist seine Frau ihrem … Weiterlesen